Generationswechsel
Birkenau. Nach sechs Jahren als Vorsitzender der FDP Birkenau hat Walter Rohloff auf der Jahreshauptversammlung sein Amt in neue Hände übergeben. Mitentscheidend für diesen Entschluss war nicht zuletzt die hohe Arbeitsbelastung im Gemeindevorstand Birkenau, dem er seit zwei Jahren angehört. In seinem Rückblick verwies Rohloff auf die Tatsache, dass die FDP bei der Landtagswahl 9,5 Porzent der Zweitstimmen in Birkenau auf sich vereinigen konnte und damit über dem Landesdurchschnitt lag. Gegenüber 2003 hatte die FDP sogar 2,2 Prozentpunkte zugelegt. Rohloff resümierte, dass die FDP auch aufgrund der guten und sachbezogenen Arbeit in der Gemeindevertretung für immer mehr Birkenauer zur Alternative wird. In der folgenden Vorstandswahl unter Leitung des stellvertretenden Kreisvorsitzenden Benjamin Kramer wurden einstimmig gewählt: Vorsitzender Richard Meier-Sydow, stellvertretender Vorsitzender Harald Mauchert, Schatzmeister Walter Rohloff, Europabeauftragte Gunda Jochims. Beisitzer wurden Dr. Eberhard Jochims, Astrid Larsen und Wolf Schmidt. In der sich anschließenden Aussprache dankte der neue Vorsitzende seinem Vorgänger: "Unter Walter Rohloff hatten wir ein harmonisches Team, in dem sich gut arbeiten ließ. Die einstimmigen Wahlergebnisse beweisen das. Und bei der Kommunalwahl haben wir einen Ortsbeiratssitz in Nieder-Liebersbach, einen Ortsbeiratssitz in Reisen und einen Sitz im Gemeindevorstand hinzugewonnen." Wolf Schmidt bat darum, die FDP möge in der Gemeindevertretung weiterhin "immer so konsequent, ausgleichend und sachbezogen für das Gemeinwohl tätig bleiben, wie es bisher der Fall war." Astrid Larsen bekräftigte, dass die Weigerung von Bürgern, an politischen Wahlen teilzunehmen, zur Folge hat, dass "die extreme Linke und Rechte gestärkt werden und in unsere Parlamente einziehen. Diese Konsequenz müssen wir den Bürgern verdeutlichen." In seinem Schlusswort nannte Meier-Sydow drei Eigenschaften der FDP Birkenau, auf denen er besonders aufbauen werde: "Die FDP macht Politik vor Ort, nicht vor Gericht. Wir reden mit den Menschen, ob wir sie mögen oder nicht." Zum anderen mache die FDP Qualitätspolitik. "Sie redet zur Sache, macht ihre Hausaufgaben und redet wieder zur Sache. Langes Zerreden ist Zeitverschwendung. Unsachlichkeit, Polemik, Beleidigungen, Mobbing gibt es mit uns nicht." Außerdem sei die FDP gut organisiert und wachse. So konnte zu Beginn der Versammlung noch vom "Altvorsitzenden" Rohloff ein neues Mitglied in die Partei aufgenommen werden. "Jeder Demokrat ist willkommen. Uns sind kritische Mitstreiter lieber als Mitläufer," schloss Meier-Sydow.